Unsere Chronik

„Es soll den Kindern der armen Eltern die Möglichkeit bieten, aus ihren dumpfen und sonnelosen Wohnungen herauszukommen, um sich in frischer, sonniger Luft zu erholen."
— P. Ulrich Kaiser, Kuratus von St. Paulus
1930

Der Verein wird unter dem Namen „Jugendwohl e.V." gegründet.

1932

Das Grundstück in Friedrichshagen wird vom Verein „Jugendwohl" erworben. Junge, arbeitslose Männer der Gemeinde errichten Baracken als Unterkünfte und bauen eine Kapelle in Fachwerkbauweise. Eine Gruppe junger Mädchen hilft als freiwilliger Arbeitsdienst mit.

9. Juli 1933

Die Kapelle auf dem Grundstück wird vom damaligen Provinzial der Dominikaner, P. Laurentius Siemer OP, benediziert.

1936

Der Verein benennt sich um in „Albertusheim e.V." — unter den Schutz des heiligen Albert gestellt.

1930er–1940er Jahre

Das Grundstück wird zur Stadtranderholung, als Ferienspielplatz, zu Einkehrtagen oder einfach als Treffpunkt am Wochenende genutzt. Wenn man an die engen Wohnverhältnisse und die soziale Not der damaligen Zeit denkt, wird einem bewusst, wie viel Segen von diesem Platz ausgegangen ist.

Kriegsjahre

In den letzten Kriegsjahren werden dort dienstverpflichtete Ausländer untergebracht, die in Fabriken in Köpenick arbeiten.

Nachkriegszeit

Nach dem Krieg wird ein Pflegeheim in den Räumen eingerichtet, das später noch auf die benachbarte Ravensteiner Mühle ausgedehnt wird. Zunächst kann es auch noch zur Kindererholung genutzt werden. So fuhr Ende der 40er Jahre der Kindergarten des Elisabethstiftes mit einer Straßenbahn im Sommer 2 Wochen lang täglich von Moabit bis Friedrichshagen zur Stadtranderholung!

Teilung Berlins

Durch die politischen Verhältnisse wird es bald für Westberliner nicht mehr möglich, sich dort frei zu bewegen, weil das Grundstück direkt an der Stadtgrenze liegt. Bis zum Bau der Mauer fahren jeden Mittwoch und Sonntag ein Pater und eine Katechetin hinaus für die heilige Messe und Religionsunterricht. Auch danach bricht die Verbindung nicht ab. Dem Pflegeheim und den Besuchern der Kapelle kann manche Hilfe durch Pakete und Besuche gegeben werden.

Nach der Wende (1989)

Nach der Wende kann der Verein wieder die Verantwortung für das Grundstück übernehmen, aber es dauert einige Jahre, bis die Bauhütte, die die Diözese dort untergebracht hatte, auf einen Randstreifen zurückgedrängt werden kann.

1998

Endlich ist ein Bettenhaus eingerichtet, so dass das Grundstück nun wieder vor allem für Kinder- und Jugenderholung genutzt werden kann.

Heute

Inzwischen ist auf dem Gelände vieles verbessert, Sportmöglichkeiten sind geschaffen worden. Die Kapelle ist neu gestaltet und aufgefrischt. Es bleibt allerdings auch noch viel zu tun! Wir können Helfer gebrauchen!

Der Vorstand des Albertusheim e.V.

Die Tradition des Ehrenamts lebt weiter

Von den ersten Freiwilligen 1932 bis heute — das Albertusheim wird von Menschen getragen, die sich engagieren. Werden auch Sie Teil unserer Geschichte!

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